Eine Proxmox-VM in Sekunden statt Minuten erstellen

Eine ISO-Installation dauert zwanzig Minuten. Mit einem Cloud-Image ist die Maschine beim ersten Start fertig: Benutzer, Netzwerkname und Pakete sitzen bereits.

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Der übliche Weg zu einer neuen virtuellen Maschine unter Proxmox führt über ein ISO: herunterladen, an die Maschine hängen und den Installer von vorne bis hinten durchklicken. Das funktioniert, kostet aber bei jeder Maschine dieselben zwanzig Minuten. Für Serverarbeit gibt es einen deutlich kürzeren Weg.

Was ein Cloud-Image ist

Ein Cloud-Image ist ein System, das das Distributionsteam bereits installiert und auf eine Platte geschrieben hat. Es ist kein Installationsmedium, sondern eine fertige Plattendatei. Meist wiegt es einige hundert Megabyte, und die Maschine zeigt beim ersten Start keinen Installer, sie kommt einfach hoch. Ubuntu, Debian, AlmaLinux und Rocky veröffentlichen diese Images offiziell.

Was cloud-init beim ersten Start tut

Eine fertige Platte allein genügt nicht, denn sie enthält weder Benutzer noch Netzwerknamen. Genau diese Lücke füllt cloud-init: beim ersten Start legt es den Benutzer an, hinterlegt den SSH-Schlüssel, setzt den Netzwerknamen und installiert die gewünschten Pakete. Wenn die Maschine oben ist, bleibt vor dem Verbinden nichts mehr zu tun.

Daraus eine Vorlage machen

Das Image muss nicht für jede Maschine erneut geladen werden. Es wird einmal in eine Vorlage verwandelt, spätere Maschinen werden daraus geklont. Klonen ist schneller als eine Platte zu kopieren, und jede Maschine kommt trotzdem mit eigenem Benutzer und Namen hoch, weil cloud-init bei jedem Klon erneut läuft.

Wann ein ISO weiterhin richtig ist

Cloud-Images gibt es nicht für jede Distribution, und wo eine Desktop-Umgebung gewünscht ist, liefern sie nicht das Erwartete. Unter Windows sieht der Weg ganz anders aus. Dann ist das ISO richtig; das Cloud-Image ist eine Abkürzung für Serverarbeit, nicht der einzige Weg.

Quellen

Die eigene Dokumentation von Proxmox. Auf Englisch, und sie hat in dieser Sache das letzte Wort.

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