local und local-lvm: warum es zwei Speicher gibt und wofür jeder ist
Nach der Installation siehst du zwei Speicher mit verwirrend ähnlichen Namen, und keiner der Namen sagt, wofür er da ist. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in dem, was sie halten.
AtlasPVE ·
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Die Installation ist fertig, du hast das Panel geöffnet, und links stehen zwei Speicher mit sehr ähnlichen Namen. An den Namen erkennst du nicht, welcher welcher ist, denn die Namen nennen die Technik, die sie nutzen, nicht ihre Aufgabe.
Der eigentliche Unterschied ist dieser: was sie halten.
Es gibt zwei Arten von Inhalt
Dateien. Installationsabbilder, Sicherungsarchive, Container-Vorlagen. Das sind Dateien, die in einem Verzeichnis liegen, Namen haben und kopiert werden können.
Platten. Die Platten virtueller Maschinen und die Wurzeldateisysteme von Containern. Das sind keine Dateien, die man durchblättert; sie werden als roher Platz beiseitegelegt.
Die beiden Aufgaben ähneln einander, doch ihre Anforderungen unterscheiden sich. Ein Dateispeicher muss beweglich sein, ein Plattenspeicher schnell und geordnet.
Der Moment, in dem du sagst "die Auswahl ist nicht da"
Jeder Speicher erklärt, welche Inhaltsarten er annimmt. Siehst du beim Anlegen einer Maschine den erwarteten Speicher nicht in der Liste, ist das kein Fehler: dieser Speicher hat diese Inhaltsart nicht übernommen.
Hast du das einmal verstanden, erklärt sich die Hälfte des Panels von selbst. Eine fehlende Auswahl ist immer eine Frage der Erlaubnis, kein verborgener Fehler.
Drei praktische Folgen
Erstens: läuft einer voll, hilft der andere nicht. Maschinenplatten füllen den Plattenspeicher, Installationsabbilder den Dateispeicher. Beide sind meist getrennte Orte; Platz beim einen rettet den anderen nicht. Hinter dem Satz "es ist Platz, aber die Maschine startet nicht" steckt immer das.
Zweitens: die Standardinstallation legt beide auf dieselbe physische Platte. Die heruntergeladenen Installationsabbilder, die gezogenen Sicherungen und die Platten deiner Maschinen sitzen also gemeinsam auf der Startplatte. Sie teilen sich diese Platte sowohl im Platz als auch in der Abnutzung.
Drittens und am teuersten: eine Sicherung, die auf dieselbe Platte wie die Maschine geschrieben wird, ist keine Sicherung. Stirbt diese Platte, gehen Maschine und Sicherung zusammen. Die Standardanordnung macht das sehr leicht, denn es ist der einzige Speicher in Reichweite.
Sieh nicht auf den Namen des Speichers, sondern auf diese Frage
Stelle für jeden Speicher eine einzige Frage: "was verliere ich, wenn diese Platte stirbt?"
Lautet die Antwort "ein paar Installationsabbilder, die lade ich neu", ist das ein entspannter Speicher. Lautet sie "alle meine Maschinen", ist das ein ernster Ort. Lautet sie "meine Maschinen und meine Sicherungen", liegt dort ein Entwurfsfehler, und er gehört als Erstes behoben.
Beantworte diese Frage einmal für jeden Speicher; die Anordnung schreibt sich von selbst.
Was Atlas tut
Im Bildschirm zum Anlegen eines Speichers fragt Atlas nicht zuerst nach der Technik, sondern nach dem Zweck: was soll dieser Speicher halten, Archivdateien oder die Platten von Maschinen? Die technische Entsprechung wird als Unterzeile gezeigt, wer den richtigen Begriff lernen will, bekommt ihn also, doch zum Auswählen muss man ihn nicht kennen.
Der Grund dafür ist das Thema dieses Artikels: die Frage im Kopf der Nutzenden lautet nicht "welches Dateisystem", sondern "wohin kommt dieses Ding". Der Bildschirm sollte dieselbe Frage stellen.
Auch die Ortswahl ist nach derselben Logik gebaut: einen neuen Bereich in einem Verbund anzulegen wird als ein einziger Begriff angeboten, gleich welche Technik dahintersteht. Und vor der Bestätigung wird eine Zusammenfassung gezeigt, was geschehen wird, denn einen Speicher einzurichten ist eine Entscheidung, die sich später nur mühsam verschieben lässt.
Quellen
Die eigene Dokumentation von Proxmox. Auf Englisch, und sie hat in dieser Sache das letzte Wort.